Warum ist Cholesterin wichtig?

Ernährung

Revitalis GmbH 23.06.2022 10:00

Verfasser: REVITALIS GmbH;  Lesezeit: 3 Minuten

 

Anlässlich des 20. Tags des Cholesterins am morgigen Freitag möchten wir Sie über die Bedeutung des Cholesterins in unserem Körper aufklären und darauf aufmerksam machen.

Cholesterin – der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt ‚Galle‘ (griech. Chole) und ‚fest‘ (griech. Stereos) – gehört zu den Grundsubstanzen des menschlichen Organismus und ist Bestandteil aller menschlichen Gewebe. Cholesterin ist eine schlecht wasserlösliche Substanz. Der Körper muss daher einen Weg finden, die Fette im Blut zu transportieren. Dies geschieht durch Lipoproteine. Sie bestehen aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Apoprotein) und transportieren das Cholesterin über die Blutgefäße zu den Körperzellen. Lipoproteine gibt es mit niedriger (LDL) und hoher (HDL) Dichte.

LDL (engl. Low Density Lipoprotein) bringt Cholesterin zu den verschiedenen Organen des Körpers, wo es über spezielle Aufnahmestellen, den sogenannten Rezeptoren, in die Zellen eingeschleust wird. Ist das Cholesterinangebot größer als die Aufnahmekapazität der Zelle, gibt LDL-Cholesterin im Blut ab, wo es sich in den Gefäßwänden ablagert. Dadurch verengen sich mit der Zeit die Blutgefäße. Die Ablagerungen – sogenannte Plaques – können sich jedoch irgendwann loslösen und „platzen“. Die Folge: Eine örtliche Thrombose. Beide Veränderungen, die Einengung und das „Platzen“ der Ablagerungen können zum Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Deshalb sollte der LDL-Cholesterinwert im Blut möglichst niedrig sein.

HDL (engl. High Density Lipoprotein) nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringt es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung. Daher gilt: Je mehr HDL, desto besser.

Herz-Kreislauf-Krankheiten, zu denen der Herzinfarkt und der Schlaganfall zählen, führen hierzulande seit Jahren die Statistik der Todesursachen an. Rund 350.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr daran. Bei den meisten ließe sich das vermeiden, wenn die dafür verantwortlichen Risikofaktoren, wie eine Fettstoffwechselstörung, frühzeitig entdeckt und behandelt werden. Ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel oder eine zu hohe Blutkonzentration ans Triglyzeriden zählt neben Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem spielt die Vererbung eine wichtige Rolle.

Wie schon erwähnt, sind eine nicht ausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel häufige Ursachen für zu hohe LDL- und Triglyzeridkonzentrationen im Blut. Eine Änderung des Lebensstils kann dazu beitragen, dass die Werte sich verbessern. Sogenannte "Statine" werden eingesetzt, wenn nur noch eine Dauertherapie zur Senkung der Blutfette – wie erhöhtem Cholesterinspiegel – hilft, da Diät und andere Maßnahmen nicht gegriffen haben.

Aufklärung und Vorbeugung sind dringend notwendig – sowohl was die Cholesterinwerte als auch was die zusätzlichen Risikofaktoren angeht.

23.06.2022